Teams erfolgreich führen

Das eigene Team verstehen

Wenn ich mit meinem Team etwas erreichen möchte, ist es wichtig, mein Team und die  einzelnen Teammitglieder zu verstehen. Was bewegt wen? Wer hat welche Bedürfnisse, Wünsche, Sorgen, empfindliche Punkte? Wenn mir das bewusst ist, weiß ich, wie ich mit wem am besten umgehe und sie*ihn auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel mitnehme.

Dafür ist eine sehr gute Methode, mit der wir bei AZ-Ans Ziel gerne arbeiten: das Team und seine Teammitglieder „aufzustellen“. Das kann man mit Figuren machen. Wer es gerne fröhlich mag, kann dafür zum Beispiel Schlümpfe nehmen. Es eignen sich aber auch alle anderen Arten von Figuren (auch völlig neutrale, gleich gestaltete). Man wählt dann für jedes Teammitglied und auch für sich selbst eine Figur aus und platziert sie aus dem Gefühl heraus auf dem Tisch, so dass schließlich das gesamte Team da steht.

Meistens ergeben sich schon jetzt die ersten Aha-Momente, wenn man das Team von oben betrachtet. Wer steht wie mit wem in Beziehung? Wer ist nah beieinander? Wer ist weiter weg oder vielleicht insgesamt außen vor? Was man in diesem Moment plastisch vor sich sieht, ist das eigene Bild vom Team. Dieses Bild ist einem in der Regel nicht wirklich bewusst, aber es bestimmt dennoch permanent das eigene Handeln.

Der nächste Schritt ist nun, sich in die einzelnen Teammitglieder hineinzuversetzen. Man blickt also aus dem Blickwinkel jedes einzelnen auf die Gesamtsituation. Was nehme ich aus dieser Perspektive wahr? Wie geht es mir an diesem Platz? Habe ich das Gefühl, es ist für die anderen wichtig, dass ich da bin. Fühle ich mich vielleicht sogar besonders bedeutend? Welche informelle Rolle habe ich im Team? Geht es mir damit gut?

Wenn man sich auf diese Weise in die Position der einzelnen Teammitglieder hineinversetzt, bekommt man meistens eine neue, erweiterte Sicht und auf jeden Fall ein tiefergehendes Verständnis für jede*n einzelnen im Team. Man kann das Verhalten der einzelnen Teammitglieder besser verstehen. Gerade dann, wenn es Spannungen gibt oder wenn man mit der aktuellen Situation unzufrieden ist,  hilft das sehr. Nachdem man für sich die Situation „aufgestellt“ hat, sollte man natürlich auch Gespräche mit den betreffenden Teammitgliedern führen, um die eigenen Wahrnehmungen zu überprüfen, ggf. zu korrigieren und zu ergänzen. Dieses Vorgehen schafft dann eine hervorragende Basis, um gute,  nachhaltige Lösungsideen zu entwickeln.

Als Alternative zu Figuren kann man auch Papierblätter verwenden. Dann schreibt man auf jedes Blatt den Namen eines Teammitglieds und platziert die Blätter aus dem Gefühl heraus auf dem Boden.  Danach stellt man sich auf jedes Blatt und nimmt die Position des jeweiligen Teammitglieds und seine Perspektive auf die Gesamtsituation wahr. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass man noch lebendiger spüren kann, die es jedem einzelnen auf seinem Platz im Team geht.

Mehr zu diesem Thema können Sie bei unserem Teamführungsseminar erfahren. Dort arbeiten wir mit den Teilnehmern mit dieser Methode. Jede*r erlebt dabei „live“ die praktische Wirkung und welches Lösungspotenzial sich daraus ergibt.

Andreas Zaiß

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