Ans Ziel
Die Coaching-Ausbildung bei AZ-Ans Ziel aus Teilnehmersicht (Modul 2) – Wenn ein gelöster Knoten erst der Anfang ist

Mailin Drenkard studiert Empirische Kulturwissenschaften und Jura und nimmt derzeit an unserer Coaching-Ausbildung bei AZ Ans-Ziel teil. In diesem Blog berichtet sie offen und persönlich von ihren Erfahrungen während der Coaching-Ausbildung in Überlingen am Bodensee.

Nach ersten eigenen Coachingerfahrungen zwischen den Ausbildungsmodulen ging es im zweiten Block darum, tiefer einzutauchen: in systemische Zusammenhänge, innere Dynamiken und neue Perspektiven auf Entwicklung.

Zwischen den Modulen – erste eigene Navigation

Noch bevor wir uns zum zweiten Modul wieder trafen, coachten wir uns als Ausbildungsteilnehmende gegenseitig. Wir führten also untereinander Coachings durch, jeweils einmal als Coachee (= die Person, die gecoacht wird) und einmal als Coach.

Als ich selbst Coachee war, fiel mir etwas auf, das ich so nicht erwartet hätte: Ich hatte mein eigentliches Ziel fast aus dem Blick verloren. Stattdessen hing ich gedanklich an den einzelnen Schritten, die mich dorthin bringen sollten. Es wirkte strukturiert und gleichzeitig merkte ich, wie ich mich darin verlor.

Erst durch das Zwischenbriefing wurde mein Fokus wieder klarer. Ich konnte mich neu ausrichten und hatte wieder ein Gefühl für das „Warum“ hinter meinem Ziel. Das hat mir gezeigt, wie schnell man sich im Tun verlieren kann, wenn man nicht regelmäßig innehält.

Als Coach hingegen merkte ich, dass ich noch zurückhaltend war. Besonders dann, wenn es darum ging, Hindernisse klar anzusprechen oder tiefer nachzufragen. Ich bekam ehrliches, konstruktives Feedback: Ich hätte an manchen Stellen mutiger sein und mehr in die Tiefe gehen können. Eine wichtige erste Kurskorrektur.

Tag 1: Wieder an Bord – alte Themen, neue Strömungen

Als wir uns schließlich zum zweiten Modul wieder trafen, fühlte es sich fast so an, als hätten wir uns erst vor kurzem gesehen, dabei lagen etwa zwei Monate dazwischen.

Jede und jeder brachte wieder eigene Themen mit. Manche hatten sich aufgelöst, andere verändert, und neue waren hinzugekommen. Gleichzeitig wurde uns bewusst: Die Techniken, um mentale Blockaden und emotionalen Stress zu lösen, hatten viele von uns in den Einzelcoachings nicht genutzt.

Daran anschließend beschäftigten wir uns mit unseren inneren Polaritäten: Wer will ich sein und welchen Teil in mir lehne ich ab? Dabei wurde mir klar, dass gerade solche Polaritäten, ebenso wie andere Glaubenssätze, innere Systeme bilden können, die wir oft als gegeben annehmen, ohne zu verstehen, welche Spannungen sie in uns selbst erzeugen.

In einer Übung ging es darum, diese Gegensätze nicht länger getrennt zu betrachten, sondern sie mental zu verbinden. Für mich ein ungewohnter Gedanke und gar nicht so einfach.

Und dann standen da noch diese Badeenten auf dem Tisch. Ziemlich viele. Auf einem dunklen Holztisch. Nun ja, wir waren am Bodensee, aber was um alles in der Welt hatte es damit auf sich?

Tag 2: Wenn Systeme sichtbar werden

Die Antwort auf die Badeenten kam, aber anders als erwartet.

Wir tauchten in das ein, was bei Andreas Zaiß als systemische Betrachtung verstanden wird. Ich verstand zunehmend, dass unser Verhalten stark davon abhängt, in welchem „System“ wir uns bewegen – sei es im Arbeitsteam, in der Familie, im Freundeskreis oder in einem Projektteam, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Je nach Umfeld zeigen sich unterschiedliche Facetten von uns. Und sobald sich etwas im System verändert (etwa durch eine weitere Person oder eine neue Situation) verändert sich auch die Dynamik.

Um das sichtbar zu machen, arbeiteten wir mit den unterschiedlichsten Dingen: Badeenten, Schlümpfen, kleinen Tieren, Bodenankern und auch mit echten Menschen.

Falls jetzt die Frage auftaucht, was da genau passiert: Ich hätte mir diese Frage vorher ebenfalls gestellt. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass man es schwer erklären kann, ohne es selbst erlebt zu haben.

Bei dieser Form der Aufstellungen ist das innere Bild des Coachees entscheidend. Also das, was unbewusst wahrgenommen und durch die Aufstellung nach außen dargestellt wird.

In meiner eigenen Aufstellung wurde mir etwas klar, das mich überrascht hat: Figuren, die in meinem realen Umfeld nichts miteinander zu tun haben, zeigten plötzlich ein sehr ähnliches Verhalten.

Besonders eindrücklich war auch die Aufstellung eines anderen Mitglieds, bei der sich die Stimmung im Raum spürbar veränderte. Es wurde kühl und angespannt. Eine Person entwickelte starke Wut, obwohl sie inhaltlich kaum etwas über ihre Rolle in der Aufstellung wusste. Sie sollte einfach nur wahrnehmen und fühlen.

Dieser Moment hat mir gezeigt, wie intensiv solche Prozesse sein können. Und auch, wie wichtig es ist, sich danach bewusst wieder davon zu lösen. Emotionen können einen in einer Rolle vollständig einnehmen – und genauso bewusst darf man sie auch wieder abschütteln.

Zwischendurch gab es immer wieder Momente der Leichtigkeit: Mittagspausen in der Sonne, ein See in der Nähe, Klavierklänge von Straßenkünstlern und gutes Essen.

Tag 3: Neue Knoten werden kennengelernt

Am dritten Tag durfte ich selbst eine Aufstellung inklusive Stressauflösung coachen. Und ich war unsicher. Zeitweise sehr unsicher.

Es gab Momente, in denen ich nicht wusste, wie es weitergeht. Und genau dort lag eine wichtige Erkenntnis: Es ist nicht schlimm, wenn man als Coach nicht sofort den nächsten Schritt parat hat. Wichtig ist, einen Weg zu finden, mit dieser Situation umzugehen. Nicht in Panik zu verfallen, sondern im Prozess zu bleiben.

Als ich im weiteren Verlauf des Tages selbst wieder an der Reihe war, meine Situation aufzustellen, zeigte sich außerdem etwas Unerwartetes: Eine völlig andere Person spielte plötzlich eine zentrale Rolle.

Das machte mir deutlich, dass sich mit dem Lösen eines Knotens nicht automatisch das ganze „Knäuel“ auflöst. Aber neue Knoten werden sichtbar.

Später beschäftigten wir uns erneut mit unseren Zielen. Manche waren gleich geblieben, andere hatten sich verändert. Wir überlegten, was uns wirklich motiviert, dranzubleiben. Dabei wurde mir klar: Disziplin sieht für jeden anders aus.

Und noch etwas wurde greifbarer: Die systemische Betrachtung hilft dabei, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, ihre Perspektiven und Emotionen besser zu verstehen. Gleichzeitig können aber auch Konflikte oder unausgesprochene Themen ans Licht kommen, die vorher im Verborgenen lagen.

Was ich aus dieser Etappe mitnehme:

Das zweite Modul war für mich noch einmal eine andere Ebene. Weniger vorsichtiges Herantasten und dafür mehr Eintauchen.

Ich habe erlebt, wie viel sich zeigen kann, wenn man bereit ist, auch ungewöhnliche Wege mitzugehen.
Ich habe gespürt, wie wichtig es ist, innerlich in Frieden mit Situationen zu kommen. Denn sonst arbeiten sie oft unbemerkt weiter, bis ein scheinbar harmloser Moment plötzlich alles wieder an die Oberfläche bringt.

Und ich habe verstanden, dass Entwicklung selten bedeutet, alles auf einmal zu lösen. Viel öfter bedeutet sie, einen Knoten nach dem anderen sichtbar zu machen.

Wenn das erste Modul der Einstieg war, dann fühlt sich dieses zweite Modul an wie ein tieferes Eintauchen in unbekannte Gewässer.

Und ich ahne langsam, dass diese Reise noch einige unerwartete Strömungen bereithält.

Sie möchten tiefer in das Thema Coachausbildung eintauchen?

In unserem Blog, auf unserem YouTube-Kanal und in unserem Podcast finden Sie weitere Einblicke, Hintergründe und Impulse.
Alle Informationen zur Ausbildung finden Sie hier.

Hier geht es zum 1. Modul der Coaching-Ausbildung bei AZ Ans-Ziel aus Teilnehmersicht.

Führungsfortbildung für Führungskräfte: Authentisch führen statt Rollen spielen

Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie schon Führungskräfte erlebt, die aus einem Seminar zurückkamen und plötzlich klangen wie aus dem Lehrbuch? Steif. Künstlich. Unauthentisch. Genau das wollen wir nicht. Bei unserer Führungsfortbildung für Führungskräfte geht es um etwas anderes – um echte Werkzeuge für den Alltag, nicht um irgendwelche Theorien, die niemand braucht.

Weil seien wir ehrlich: Führung ist unheimlich wichtig. Sie entscheidet darüber, ob Ihre Leute motiviert zur Arbeit kommen oder frustriert nach Hause gehen. Ob Ergebnisse stimmen oder nicht. Und genau deshalb lohnt es sich, hier Zeit zu investieren. Die richtige Zeit. In die richtigen Inhalte.

Das erwartet Sie:

1. Warum eine Führungsfortbildung für Führungskräfte heute entscheidend ist

2. Das Wichtigste vorweg: Authentizität schlägt Perfektion

3. Was heißt eigentlich ‚Führen‘?

4. Der Kernprozess der Führung: Drei Schritte, die den Unterschied machen

5. Worte und ihre Wirkung – oder: Warum der Ton die Musik macht

6. Das Zeitproblem: ‚Ich würde ja gern, aber…‘

7. Was sonst noch dazugehört

8. Wie läuft die Führungsfortbildung bei uns ab?

9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

10. Fazit: Führung ist kein Hexenwerk, aber sie braucht Handwerk

Warum eine Führungsfortbildung für Führungskräfte heute entscheidend ist

Führung ist kein „Nice-to-have“. Sie ist erfolgskritisch. Gerade auf Führungskräfteebene wirkt sich jede Entscheidung, jede Haltung und jede Kommunikation unmittelbar auf Ergebnisse aus.

Eine Führungsfortbildung für Führungskräfte schafft Klarheit darüber, wie Sie Orientierung geben, Verantwortung wahrnehmen und gleichzeitig authentisch bleiben.

Das Wichtigste vorweg: Authentizität schlägt Perfektion

Wenn Ihre Führungskräfte nach einem Seminar zurückkommen und die Mitarbeitenden fragen ‚Was ist denn mit dem passiert? War der bei der Gehirnwäsche?‘, dann ist etwas schiefgelaufen.

Niemand soll sich verbiegen und niemand soll plötzlich künstlich wirken. Es geht um Authentizität und darum, dass Führungskräfte Tools und Impulse bekommen, die zu ihnen passen. Die sie im echten Arbeitsalltag wirklich nutzen können.

Deshalb behandeln wir in unserer Führungsfortbildung für Führungskräfte auch keine fünf verschiedenen Führungsstile oder irgendwelche abstrakten Theorien. Dafür ist unsere Zeit – und auch Ihre – viel zu wertvoll. Wir konzentrieren uns auf das, was konkret wichtig ist – auf das, was funktioniert und was Ergebnisse bringt.

Dabei werden wir auch Dinge machen, die sich vielleicht erstmal ungewohnt anfühlen. Vielleicht sogar seltsam. Aber genau dafür brauchen wir Offenheit, etwas einfach mal auszuprobieren. Und dann entscheidet jeder für sich, was funktioniert und was nicht – ganz ohne Zwang, nur Angebote.

Was heißt eigentlich ‚Führen‘?

Klingt nach einer simplen Frage, oder? Unsere Antwort darauf:

Führen heißt, mit Menschen Ziele erreichen und ihnen dabei auf dem Weg dorthin Orientierung geben.

Das klingt zunächst simpel, ist aber unheimlich anspruchsvoll in der Umsetzung. Denn als Führungskraft geben Sie die ganze Zeit Orientierung. Mit allem, was Sie sagen oder eben nicht sagen. Mit allem, was Sie tun oder nicht tun.

Sie geben auch dann Orientierung, wenn Sie gar keine Orientierung geben wollen. Ihr Team beobachtet Sie permanent und interpretiert. Deshalb ist die Frage so wichtig: Wie wirke ich eigentlich als Führungskraft?

Wodurch entsteht diese Wirkung? Was hat mein innerer Zustand, meine Haltung, meine Gedanken für einen Einfluss? Das schauen wir uns gemeinsam an. Und oft merken Führungskräfte dabei: Ich bewege viel mehr, als mir überhaupt bewusst ist. Und dabei leider nicht immer in die positive Richtung.

Der Kernprozess der Führung: Drei Schritte, die den Unterschied machen

In unserer Führungsfortbildung lernen Sie den Kernprozess der Führung kennen, das sogenannte Führungsdreieck. Es beschreibt drei zentrale Schritte, die sich im Führungsalltag immer wiederholen und aufeinander aufbauen. In der Theorie klingt das zunächst einfach. Doch wie gelingt die Umsetzung in der Praxis?

Schritt 1: Für klare Ziele sorgen

Ihre Mitarbeitenden müssen wissen, wo die Reise hingeht. Klingt banal? Ist es oft nicht. Wie oft hören Sie ‚Ja, ich dachte…‘ oder ‚Das war mir nicht klar…‘?

Schritt 2: Umsetzung ermöglichen und kontrollieren

Ziele setzen allein reicht nicht. Sie müssen schauen, ob die Umsetzung klappt und wo es noch hakt und nachgesteuert werden muss. Das ist kein Mikromanagement, sondern Führungsverantwortung.

Schritt 3: Feedback geben

Feedback geben über das, was erreicht wurde, oder eben nicht erreicht wurde. Und zwar ehrlich, klar und wertschätzend, aber ohne um den heißen Brei herumzureden. Aus diesem Feedback ergeben sich dann die nächsten Ziele. Der Kreis schließt sich.

So entsteht ein Kreislauf. Einfach in der Theorie. In der Praxis? Nicht immer. Aber genau dafür ist unsere Führungsfortbildung da.

Worte und ihre Wirkung – oder: Warum der Ton die Musik macht

‚Der Ton macht die Musik‘ – das kennen Sie sicherlich. Und es ist wirklich entscheidend. Wir haben eine spezielle Sequenz dazu, Worte und ihre Wirkung. Und da wird schnell klar: Der gleiche Inhalt kann völlig unterschiedlich ankommen.

Einmal wertschätzend, motivierend, interessiert. Einmal missachtend, verletzend, ignorant. Der Inhalt? Identisch. Die Wirkung? Gegensätzlich.

Wir sensibilisieren dafür und zeigen, wie es besser geht. Und üben das in Gesprächsführungstechniken, die durch Dialog, durch Fragen und echtes Interesse zu konkreten Ergebnissen führen. Dies gilt auch für Kritikgespräche. Anhand echter Beispiele aus Ihrem Alltag. Nicht theoretisch, sondern ganz praktisch. Mit Spaß. Weil manchmal kann man dann auch über sich selbst lachen.

Das Zeitproblem: ‚Ich würde ja gern, aber…‘

Das hören wir ständig: ‚Ich würde ja gern mehr führen, aber ich habe einfach keine Zeit dafür.‘ Und ja, das Problem wird größer, nicht kleiner.

Aber mal ehrlich: Die To-do-Liste wird nie leer. Die Frage ist nicht, ob die Liste kürzer wird, sondern wie wir damit umgehen.

Deshalb geht es um Prioritäten setzen. Das klingt in der Theorie simpel, ist aber in der Praxis herausfordernd. Wir lernen bei der Führungsfortbildung für Führungskräfte zwei Tools kennen – keine komplizierten Systeme, sondern praktische Instrumente, die wir direkt anwenden.

Ziel ist nicht, dass Sie immer 100 Prozent schaffen, sondern dass Sie zumindest 80 Prozent erreichen. Und dass Sie vielleicht nicht jeden Tag, aber zumindest meistens pünktlich Feierabend machen können. Das wäre doch schon was, oder?

Was sonst noch dazugehört

Das waren jetzt nur ein paar Einblicke. Wir haben noch eine ganze Reihe weiterer Themen, die für Ihre Führungsarbeit wichtig sind:

Feedback holen, nicht nur geben

Sie geben Feedback an Ihre Mitarbeitenden. Klar. Aber holen Sie sich auch welches? Nach unserer Erfahrung ist das ein hochwirksames Instrument. Nicht nur, weil Sie interessante Rückmeldungen bekommen, sondern weil es Ihre Beziehung zu den Mitarbeitenden verändert. Es zeigt: Ihr seid mir wichtig. Eure Meinung zählt.

Selbstführung

Führung beginnt immer bei der eigenen Person. Wer andere führen möchte, sollte zunächst sich selbst führen können. Wenn Sie jetzt schon tiefer in dieses Thema einsteigen möchten, empfehlen wir Ihnen unser Video dazu – die zentralen Inhalte greifen wir auch in unserer Führungsfortbildung für Führungskräfte auf.

Umgang mit Stress

Der Stresspegel steigt. Ständig. Aber im Stress sind wir nicht besonders kompetent. Wie Sie trotz Stress kompetent bleiben können – das ist eine wichtige Frage, mit der wir uns beschäftigen.

Motivation und Entwicklung

Was machen Sie mit Mitarbeitenden, die wollen, aber nicht können? Und was mit denen, die können, aber nicht wollen? Jede*r braucht was anderes. Das zu erkennen und richtig zu handeln, macht den Unterschied.

Widerstände und Konflikte

Begegnet uns ständig, besonders in Veränderungsprozessen. Wie kommen wir damit zu guten Lösungen? Das schauen wir uns gemeinsam an.

Effektive Meetings

Meetings können Zeitfresser sein, die alle frustrieren. Oder sie können produktiv sein und echte Ergebnisse bringen. Wie gestalten Sie sie so, dass Letzteres passiert?

Wie läuft die Führungsfortbildung bei uns ab?

Die Führungsfortbildung besteht aus einem Basisprogramm mit zwei Modulen. Jedes Modul dauert zwei Tage. Zwischen Modul 1 und Modul 2 liegen normalerweise zwei bis drei Monate.

Warum diese Pause? Damit Sie als Führungskräfte das Gelernte in der Praxis ausprobieren können. Im echten Alltag und mit echten Herausforderungen. Beim zweiten Modul schauen wir dann: Was hat funktioniert? Wo gab es Schwierigkeiten? Was sollte vertieft werden?

Nach dem Basisprogramm gibt es noch verschiedene Vertiefungsmodule:

• Coaching

• Persönlichkeit

• Moderation

Normalerweise machen wir diese Fortbildung firmenintern bei unseren Kunden. Oft im Zusammenhang mit Veränderungsprozessen oder Programmen zur Führungskultur. Wenn aber genügend Interessenten zusammenkommen, bieten wir das auch als offenes Programm an, bei dem sich einzelne Personen anmelden können.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Ist die Führungsfortbildung auch für erfahrene Führungskräfte geeignet?

Absolut. Gerade erfahrene Führungskräfte profitieren davon, weil sie die Inhalte direkt in ihre Praxis einordnen können. Es geht nicht um Basics, sondern um Verfeinerung und neue Impulse. Außerdem: Selbst mit 20 Jahren Führungserfahrung gibt es immer noch blinde Flecken. Die gemeinsam zu entdecken, ist wertvoll.

2. Wie praxisnah ist die Führungsfortbildung für Führungskräfte wirklich?

Kurz und knapp: Sehr praxisnah. Wir arbeiten mit echten Beispielen aus dem Alltag der Teilnehmer*innen. Keine theoretischen Konstrukte, sondern reale Situationen. Und wir üben das auch wirklich – nicht nur besprechen, sondern durchspielen. Mit direktem Feedback.

3. Was unterscheidet diese Fortbildung von anderen Führungsseminaren?

Der Fokus auf Authentizität. Wir wollen keine Schauspieler ausbilden, sondern echte Führungskräfte stärken. Außerdem konzentrieren wir uns auf das, was wirklich zählt – keine akademischen Exkurse über zwölf verschiedene Führungsstile. Und: Die Zeit zwischen den Modulen für die praktische Erprobung macht einen riesigen Unterschied.

Fazit: Führung ist kein Hexenwerk, aber sie braucht Handwerk

Führung entscheidet über Motivation oder Frust. Über gute oder schlechte Ergebnisse. Über Erfolg oder Mittelmaß. Deshalb lohnt es sich, hier zu investieren.

Aber bitte nicht in irgendwelche theoretischen Konstrukte, die niemand in der Praxis braucht. Sondern in echte Tools. In praktische Impulse. In Methoden, die funktionieren.

Unsere Führungsfortbildung ist genau darauf ausgerichtet. Authentisch. Praxisnah. Wirksam. Ohne Schnickschnack, aber mit allem, was wirklich zählt.

Wenn Sie Interesse haben – ob firmenintern oder als Teilnehmer an einem offenen Programm – schreiben Sie uns einfach an jetz@ans-ziel.eu. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen zu arbeiten.

Und wenn Sie erstmal mehr Input zum Thema Führung möchten: Schauen Sie auf unserem YouTube-Kanal vorbei oder hören Sie in unseren Podcast rein. Da finden Sie jede Menge praktische Tipps – zum Beispiel auch für starke Teams.

Max’ Teambesprechung geht schief (Max – Folge III)

Max’ Plan für das Team-Meeting

Das Coaching hat Max Mut gemacht, in die Offensive zu gehen. Ihm ist klar geworden, dass er eine ganze Menge in seinem Team bewirken kann. Deshalb möchte er so bald wie möglich eine Teamsitzung machen. Er hat auch schon eine kleine Rede vorbereitet mit all dem, was er seinem Team sagen möchte: dass es ihm leid tut, dass er in den letzten Wochen so distanziert und kühl war. Und dass er sich sicher ist, dass sie miteinander die Veränderung gut bewältigen können, wenn sie einfach Hand in Hand konstruktiv zusammenarbeiten. Und dass er deshalb ab sofort jede Woche eine Teambesprechung machen möchte, um an der Veränderung zu arbeiten. – Mit dieser Rede will er den Team-Spirit neu entfachen und alle für ein gutes Miteinander gewinnen.

Eine Teambesprechung voller Frust

Am Tag der Teambesprechung ist Max richtig gut gelaunt: Heute wird sich alles zum Guten verändern. Um 10 Uhr ist es soweit. Max sitzt am Kopfende des Besprechungstisches und lächelt.  Bis auf Paul sind alle da. Tanja und Michael unterhalten sich noch intensiv, die anderen sitzen schweigend da und warten ab. Nachdem Paul nach 5 Minuten immer noch nicht da ist, beginnt Max mit seiner Rede ans Team. Dabei schaut er in kritische, abweisende Gesichter. Noch während des Sprechens merkt er, wie sich seine positive Energie in Luft auflöst und er innerlich immer unsicherer wird. Nachdem er fertig ist, herrscht Schweigen. Bis schließlich Tanja sich zu Wort meldet: “Und jetzt, meinst Du, ist alles wieder gut? Ich hätte von einem Teamleiter erwartet, dass er sich stärker für uns als Team einsetzt! Du hast es gut und darfst hier bleiben. Wir aber werden zum Teil versetzt und wollen das nicht!” Die anderen nicken und stimmen Tanja zu. – Mit dieser schroffen Reaktion hat Max nicht gerechnet. Er versucht zu beschwichtigen, aber er hat das Gefühl, gegen eine Wand zu laufen. Nur Anneliese, die älteste im Team, zeigt Verständnis. Aber sie ist ohnehin die “Mutter” im Team, die immer zu vermitteln versucht, wenn es Konflikte gibt.

Als Chef ungerecht behandelt

Nach dem Team-Meeting kocht Max innerlich vor Wut. Nun ist er schon bereit, seine Fehler zuzugeben und ganz offen gegenüber seinem Team  zu sein, und dann kommt solch eine abweisende Reaktion. Er fühlt sich von seinem Team ungerecht behandelt. Das macht ihn wütend und enttäuscht: “Was für Idioten!” 

Aber wie soll er nun damit umgehen? Max ist ratlos. Er bittet Frau Di Maria, seine Abteilungsleiterin, um ein Gespräch. Er muss ihr unbedingt von dieser Teambesprechung erzählen und möchte wissen, was sie jetzt an seiner Stelle tun würde.

Das Gespräch mit der Abteilungsleiterin 

Nachdem Max seiner Abteilungsleiterin von der misslungenen Teambesprechung erzählt hat, ist ihre lapidare Antwort: “Ja, mit so etwas umzugehen, gehört zur Arbeit einer Führungskraft dazu, auch wenn es nicht schön ist. Wichtig ist, dass Sie sich jetzt nicht beleidigt zurückziehen, sondern die Führung übernehmen. Es ist Ihr Team. Es ist Ihre Aufgabe, dieses Team durch den Veränderungsprozess zu führen.” – “Aber wie soll ich das denn machen, wenn ich gegen eine Wand laufe?” entgegnet Max genervt. Er hätte sich wirklich mehr Verständnis von seiner Abteilungsleiterin gewünscht. – Stattdessen legt sie nach: “Sie müssen sich fragen, ob Sie sich der Aufgabe als Teamleiter gewachsen fühlen? Wenn nicht, ist das auch in Ordnung. Sie müssen es mir nur sagen.” – Max kocht innerlich vor Wut, sagt aber nichts mehr. 

Nach dem Gespräch ist er vollends bedient. Am liebsten würde er alles hinschmeißen und kündigen. Aber ob es anderswo besser ist? – Zum Glück hat er jetzt erst einmal zwei Wochen Urlaub…

Besser ist, wenn die anderen schuld sind

Im Urlaub versucht Max einfach abzuschalten. In den ersten Tagen gelingt das auch ganz gut. Aber je näher das Ende des Urlaubs heranrückt, umso schlechter wird seine Stimmung wieder. Er schläft auch wieder unruhig, und die Gedanken an die Situation bei der Arbeit lassen sich einfach nicht mehr wegschieben. Ist er vielleicht wirklich kein guter Teamleiter? Er zweifelt und hadert. Schließlich wollte er ja gar nicht unbedingt Teamleiter werden. Die Abteilungsleitung hat ihn damals dazu ermuntert. Und jetzt lässt sie ihn hängen. 

Max spürt: sich über die Abteilungsleiterin zu ärgern, ist besser, als sich selbst und das eigene Verhalten in Frage zu stellen. Es fühlt sich einfach besser an, wenn die anderen schuld sind. Die unbarmherzige Abteilungsleiter. Die Geschäftsleitung mit ihrem Veränderungskonzept. Die Quertreiber im eigenen Team. Und auch der Coach, der ihn letztlich zu dieser misslungenen Teambesprechung verleitet hat. – Als ihm das so richtig bewusst wird, bekommt er fast rote Ohren. Ihm wird plötzlich klar, dass er ständig den anderen die Schuld zu schiebt und selbst nicht wirklich die Verantwortung übernimmt. Er begibt sich in die Rolle des Opfers. Kein Wunder, dass er sich auch wie ein Opfer fühlt.

Die Fortsetzung ist: Max ergreift die Initiative

Folge II von Max’s Geschichte finden Sie unter: „Max, der Teamleiter, im Coaching“

Folge I der Geschichte finden Sie unter: „Und ich muss es umsetzen“ –  Max, der Teamleiter, im Change-Prozess

Anmerkung: Max steht für viele Teamleiter*innen und andere Führungskräfte, die wir begleitet haben. Jede hatte dabei ihre ganz individuelle Geschichte, die wir als Coachs und Berater stets vertraulich behandeln. In diesem Artikel über Max haben wir das zusammengefasst, was wir immer wieder erleben. Als echte Person existiert Max in Wirklichkeit aber nicht.